Einwohnergemeinde Stettlen

Energieplanung in Stettlen

Der Gemeinderat gibt eine Energierichtplanung in Auftrag und will damit Grundlagen für die Umstellung auf erneuerbare Energieträger für das gesamte Gemeindegebiet schaffen. Im Vordergrund stehen dabei auch die Gemeindeliegenschaften. Mittel für allfällige Projekte wurden mit der Schaffung eines Energiefonds aus dem Verkauf der Kabelnetzanlage im Dezember bereit gestellt.

Der Gemeinderat hat die Firma geo7, Bern, mit der Erarbeitung von Grundlagen für einen kommunalen Energie-Richtplan beauftragt und dafür CHF 58‘000 bewilligt. Das im 2009 mit dem Kanton vereinbarte Berner Energieabkommen BEakom sieht vor, dass sich der Kanton mit einer Subventionsleistung daran beteiligt.

Als erstes sollen die heutige Infrastruktur und der Energiebedarf für Wärme und Elektrizität aufgezeigt werden. Danach werden die Potenziale an Abwärmenutzung und erneuerbaren Energieträgern erarbeitet. Daraus kann die Möglichkeit einer Priorisierung für neue Energieträger abgeleitet und können konkrete Projekte angegangen werden. Es ergeben sich somit aus der Planung Informationen für die Gemeinde, um für anstehende Sanierungen und Umbauten im Energiebereich (insb. Isolationen, Heizungen, Betriebsoptimierungen) richtig zu entscheiden.

In der Studie enthalten ist auch ein Energiekonzept für das geplante neue Gemeindehaus.

Die Gemeinde Stettlen verbraucht heute allein für ihre Gemeindeliegenschaften jährlich rund 150‘000 Liter Heizöl; eine Liegenschaft wird gar noch mit Strom beheizt. Auch die privaten Liegenschaften werden mehrheitlich mit nicht erneuerbaren Energieträgern oder Strom beheizt. Um gesamtheitlich die Umstellung auf erneuerbare Energieträger und Wärmeverbünde aufzuzeigen, kann ein Richtplan behilflich sein. Die Entwicklung auf dem Areal der ehemaligen Karton Deisswil AG – dem heutigen Bernapark – dürfte diese Thematik noch aktueller werden lassen.

Im Dezember wurde an der Gemeindeversammlung beschlossenen, aus dem Verkauf der Kabelnetzanlage einen Energiefonds mit mindestens CHF 800‘000 zu speisen. Damit sind für erste Massnahmen Mittel bereit gestellt. Die effektiven Projekte werden je nach Finanzkompetenz entweder vom Gemeinderat oder von der Gemeindeversammlung bewilligt.

Der Gemeinderat